Haarausfall durch Hashimoto-Thyreoiditis

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Haarausfall ist für viele Menschen ein größeres kosmetisches Problem und kann verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen ist der Haarverlust erblich bedingt, was auch am entsprechenden Erscheinungsbild erkennbar ist. Der Haarausfall kann jedoch auch in verschiedenen anderen Formen auftreten. Nicht immer sind die Ursachen eindeutig erkennbar.

Das ist bei einem Haarausfall durch Hashimoto-Thyreoiditis der Fall. Die Ursache für den Haarverlust ist eine Erkrankung der Schilddrüse. Bei Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die sich mit verschiedenen Symptomen bemerkbar machen kann. Da die Symptome vielfältig sein können und die Erkrankung auch untypisch verlaufen kann, wird die Hashimoto-Thyreoiditis oft erst spät erkannt und behandelt.

Wie kommt es zu einem Haarausfall durch Hashimoto-Thyreoiditis?


Hashimoto-Thyreoiditis tritt vergleichsweise häufig auf und ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Frauen sind von dieser Erkrankung etwa neunmal häufiger betroffen als Männer. Menschen im Alter von 40 bis 50 Jahren leiden am häufigsten unter dieser Erkrankung. Die Krankheit kann zu einer Überfunktion, aber auch einer Unterfunktion der Schilddrüse führen.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann das Gewebe der Schilddrüse zerstört werden. Die Ursachen einer Hashimoto-Thyreoiditis sind noch weitgehend unerforscht. Verschiedene Erkrankungen der Schilddrüse, sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion, können zu Haarverlust führen.

Daher kann auch ein Haarausfall durch Hashimoto-Thyreoiditis auftreten. Leiden Sie unter Haarausfall, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Im Rahmen eines großen Blutbildes kann der Arzt auch feststellen, ob Sie unter einer Erkrankung der Schilddrüse leiden. Die Hashimoto-Thyreoiditis wird häufig per Zufallsbefund bei Blutuntersuchungen festgestellt. Besteht bei einem Haarverlust der Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis, kann der Arzt weitere Untersuchungen vornehmen. Mit einer Ultraschalluntersuchung kann er den Zustand Ihrer Schilddrüse feststellen.

Wie macht sich der Haarverlust bei Hashimoto-Thyreoiditis bemerkbar?


Da der Haarausfall durch eine Schilddrüsenerkrankung verursacht wird, kann er bei einer Hashimoto-Erkrankung diffus oder kreisrund auftreten. Häufig ist der diffuse Haarverlust, der gleichmäßig auf dem gesamten Kopf auftritt. Die Haare werden immer lichter, bis schließlich die Kopfhaut durch die Haare sichtbar wird.

Es ist jedoch kaum damit zu rechnen, dass es zu einem Totalverlust der Haare kommt. Bei einem kreisrunden Haarausfall treten kahle, kreisrunde, etwa münzgroße Stellen auf dem gesamten Kopf auf. An den Rändern dieser Stellen wirken die Haare wie abgebrochen. Im weiteren Verlauf können immer mehr kahle Stellen auftreten und die kahlen Stellen ineinander übergehen.

Wie macht sich Hashimoto-Thyreoiditis bemerkbar?


Die Hashimoto-Thyreoiditis kann in zwei Formen auftreten. Häufig vergrößert sich die Schilddrüse, doch büßt sie ihre Funktion ein. Das Gewebe der Schilddrüse kann aber auch zerstört werden. In der Folge verkümmert die Schilddrüse. Häufiger tritt in Deutschland die atrophische Form auf, bei der das Gewebe der Schilddrüse zerstört wird.

Haben Sie den Verdacht, dass Sie unter Haarausfall durch Hashimoto-Thyreoiditis leiden, sollten Sie darauf achten, ob sich bei Ihnen weitere Symptome zeigen. Die Erkrankung selbst ist völlig schmerzlos, doch kann sie sich mit vielfältigen Symptomen bemerkbar machen:

  • Konzentrationsschwäche, Gedächtnisschwäche

  • ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit

  • Heiserkeit

  • Überempfindlichkeit gegen Kälte

  • Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährungsgewohnheiten

  • Verstopfung

  • erhöhte Blutfettwerte

  • trockene Haut und spröde Haare.


Da auch die Kopfhaut trocken wird, verschlechtert sich die Nährstoffversorgung der Haare. Zunächst werden die Haare spröde und brüchig. Die Wachstumsphasen der Haare verkürzen sich. Die Haare können nicht so schnell nachwachsen, wie sie ausfallen.

Wie kann ein Haarverlust durch Hashimoto-Thyreoiditis behandelt werden?


Bei einem Haarausfall durch Hashimoto-Thyreoiditis muss die Grunderkrankung behandelt werden. Das ist wichtig, da die Erkrankung im weiteren Verlauf schwerwiegende Folgen haben kann. Eine solche Folge ist die Hashimoto-Enzephalopathie, eine Erkrankung des Gehirns. In schweren Fällen kann es zu Bewegungsstörungen, Verwirrtheit, epileptischen Anfällen und Koma kommen.

Eine Hashimoto-Thyreoiditis ist nicht heilbar. Wie der weitere Verlauf ist, kann nicht vorhergesagt werden. Mit der richtigen Behandlung können jedoch die Beschwerden gelindert werden. Die Behandlung erfolgt medikamentös mit dem künstlichen Schilddrüsenhormon Levothyroxin. Ihr Leben lang müssen Sie diese Tabletten einnehmen. Damit dieses Medikament optimal vom Körper aufgenommen wird, sollten Sie es morgens auf nüchternen Magen einnehmen.

Leiden Sie unter einem Haarausfall durch Hashimoto-Thyreoiditis und vergrößert sich die Schilddrüse, kann auch eine operative Behandlung erforderlich werden. Damit die Erkrankung erfolgreich behandelt werden kann, sollten Sie möglichst frühzeitig bei den entsprechenden Symptomen einen Arzt konsultieren.

Was können Sie selbst bei einem Haarverlust durch Hashimoto tun?


Sie können selbst kaum etwas tun, um Ihrem Haarausfall entgegenzuwirken. Wird die Hashimoto-Thyreoiditis erfolgreich behandelt, sodass die Beschwerden gelindert werden, kann auch der Haarausfall zurückgehen. Die Haare können bei einem diffusen Haarausfall wieder nachwachsen. Bei einem kreisrunden Haarausfall wachsen die Haare nicht immer nach. Der Arzt kann anhand der Blutwerte entscheiden, ob sich eine Haarverpflanzung für Sie eignet.

Mit der geeigneten Ernährung können Sie den Verlauf der Hashimoto-Thyreoiditis positiv beeinflussen. Sie sollten jodhaltige Lebensmittel meiden. Viel Jod ist in Seefischen und Meeresfrüchten enthalten. Verzichten Sie weitgehend auf diese Lebensmittel, können die Beschwerden gelindert werden.

Häufig geht eine Hashimoto-Thyreoiditis mit einem Eisenmangel einher. Sie sollten auf Lebensmittel achten, die einen hohen Eisen- oder Vitamin-C-Gehalt haben. Vitamin C unterstützt die Aufnahme von Eisen.

Fazit: Hashimoto-Thyreoiditis kann zu Haarausfall führen


Eine Hashimoto-Thyreoiditis ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung, die oft erst spät erkannt wird. Sie kann sich mit vielfältigen Symptomen äußern. Eines dieser Symptome ist der Haarausfall durch Hashimoto-Thyreoiditis. Die Ursachen von Hashimoto-Thyreoiditis sind noch nicht vollständig erforscht. Die Haare können diffus oder kreisrund ausfallen. Da eine Hashimoto-Thyreoiditis schwerwiegende Folgen haben kann, sollten

Sie bei den entsprechenden Symptomen schnell einen Arzt konsultieren. Die Erkrankung kann nicht geheilt werden, doch ist eine Linderung der Beschwerden möglich. Auch der Haarausfall kann zurückgehen. Die Behandlung erfolgt mit künstlichen Schilddrüsenhormonen. Teilweise ist eine Operation erforderlich. Mit einer gesunden, aber jodarmen Ernährung können Sie die Erkrankung positiv beeinflussen.
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