Haarausfall durch Alendronsäure bei Osteoporose

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Osteoporose kommt bei Frauen deutlich häufiger als bei Männern vor und kann vor allem im fortgeschrittenen Stadium massive Beschwerden verursachen. Die Knochen verlieren an Substanz und brechen schnell. Zur Behandlung der Osteoporose sind starke Medikamente notwendig, die entsprechend viele unerwünschte Nebenwirkungen haben. Ein häufig zur Behandlung von Osteoporose, aber auch von anderen Krankheiten verwendetes Mittel ist Alendronsäure, die zu den Biophosphonaten gehört.

Der Arzt muss zusammen mit dem Patienten sorgfältig entscheiden, ob er ein Medikament mit Alendronsäure verordnen kann. Haarausfall durch Alendronsäure ist nur eine unerwünschte Nebenwirkung. Das Medikament darf aufgrund der starken Nebenwirkungen nur bis zu einer bestimmten Wirkstoffdosis pro Woche angewendet werden. Bei Frauen wird Alendronsäure häufiger verordnet als bei Männern.

Warum kommt es zu einem Haarausfall durch Alendronsäure?


Alendronsäure wird als Tabletten oder Weichkapseln zur Behandlung von Osteoporose angewendet und kann nur zu einem äußerst geringen Teil über den Darm ins Blut aufgenommen werden. Nur etwa die Hälfte des Wirkstoffs gelangt zu den Knochen.

Der Rest wird über den Urin ausgeschieden. Alendronsäure beeinflusst die Zellen, die am Knochenumbau beteiligt sind. Bei den Osteoklasten handelt es sich um Knochenabbauer, während es sich bei den Osteoblasten um Knochenbilder handelt.

Alendronsäure wirkt vor allem auf die Osteoklasten und verkürzt deren Lebensdauer. Auch auf die Osteoblasten kann Alendronsäure schädlich wirken, doch kann das Gleichgewicht beim Knochenumbau wiederhergestellt werden. Das Medikament muss mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück auf nüchternen Magen eingenommen werden, damit eine hohe Wirkstoffaufnahme erreicht wird.

Alendronsäure wird hauptsächlich bei Frauen nach den Wechseljahren zur Behandlung, aber auch zur Vorbeugung von Osteoporose angewendet. Bei Männern darf das Medikament nur bei bestehender Osteoporose verordnet werden.

Sie sehen bereits anhand der Beschreibung, wie aggressiv dieses Medikament sein kann. Daher gehört ein Haarausfall durch Alendronsäure noch zu den leichteren Nebenwirkungen.

Welche Nebenwirkungen hat Alendronsäure?


Auch wenn Alendronsäure nur zu sehr geringen Teilen ins Blut gelangt, kann sie im Körper verschiedene Beschwerden verursachen. Calcium ist ein wichtiger Bestandteil der Knochensubstanz, doch kann Alendronsäure den Calcium-Blutspiegel senken. Daher ist vor der Anwendung die Messung des Calcium-Blutspiegels erforderlich.

Der Calciummangel kann durch die Einnahme von Calcium-Tabletten ausgeglichen werden. Häufige Nebenwirkungen von Alendronsäure, die bei mehr als 10 Prozent der Patienten auftreten, sind Übelkeit, Bauchschmerzen, Knochen-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Bei einem von 10 bis 100 Patienten können weitere Nebenwirkungen auftreten:

  • Haarausfall

  • Hautrötungen

  • Hautausschläge

  • Juckreiz

  • Kopfschmerzen

  • Schwindel

  • Durchfall

  • Sodbrennen

  • Verdauungsstörungen

  • Geschwüre der Speiseröhre

  • Wassereinlagerungen im Gewebe

  • Gelenkschwellungen.


Solche Nebenwirkungen, zu denen der Haarausfall durch Alendronsäure gehört, treten vor allem bei der täglichen Einnahme des Medikaments auf. Sie können abgemildert werden, wenn die Einnahme nur einmal wöchentlich erfolgt.

Wie macht sich der Haarverlust bemerkbar?


Durch Alendronsäure verursachte Hautrötungen und Hautausschläge können auch auf der Kopfhaut auftreten und einen Haarausfall verursachen. Die Haarfollikel können durch Alendronsäure angegriffen werden. Es ist noch nicht erwiesen, was der genaue Grund für diesen durch Alendronsäure verursachten Haarausfall ist.

Da die Haarfollikel auf dem ganzen Kopf geschädigt werden können, macht sich der Haarverlust gleichmäßig auf dem gesamten Kopf bemerkbar. Es kommt zu einem diffusen Haarausfall. Die Wachstumsphasen der Haare verkürzen sich. Die Haare fallen schneller aus, als sie nachwachsen können. Dadurch wird das Haar immer lichter. Die Kopfhaut kann durch die Haare sichtbar werden.

Der Haarausfall durch Alendronsäure kann gestoppt werden, wenn das Medikament abgesetzt wird. Sind die Haarfollikel noch intakt, können sie sich wieder erholen und neue Haare hervorbringen. Es ist jedoch bei einer täglichen Einnahme von Alendronsäure über längere Zeit möglich, dass die Haarfollikel absterben. Sie bringen dann keine Haare mehr hervor.

Wie kann der Haarverlust behandelt werden?


Nehmen Sie Alendronsäure ein und bemerken Sie einen Haarausfall, sollten Sie den Arzt darüber informieren. Der Arzt kann zunächst statt einer täglichen Einnahme von 10 Milligramm Alendronsäure die einmal wöchentliche Einnahme von 70 Milligramm verordnen. Es ist möglich, dass der Haarverlust dann weniger stark oder gar nicht auftritt.

Kommt es trotzdem zu einem Haarverlust, kann der Arzt prüfen, ob ein Wechsel zu einem anderen Medikament sinnvoll ist. Eine Alternative zu Alendronsäure kann Ibandronsäure sein, die als Injektion verabreicht wird. Auch Ibandronsäure ist nicht ohne Nebenwirkungen, doch gehört Haarausfall nicht zu den Nebenwirkungen.

Gibt es spezielle Behandlungsmöglichkeiten für den Haarverlust?


Es gibt keine speziellen Behandlungsmöglichkeiten für den Haarausfall durch Alendronsäure. Lediglich der Wechsel zu einem anderen Medikament ist möglich, da ein Mittel gegen Osteoporose zumeist dauerhaft eingenommen werden muss.

Nehmen Sie ein Medikament mit Alendronsäure langfristig ein, ist eine Haartransplantation kein geeignetes Mittel, um die kahlen Stellen aufzufüllen. Da Haarfollikel transplantiert werden, würde die Alendronsäure auch die transplantierten Haarfollikel angreifen. Die transplantierten Haare würden wieder ausfallen.

Sie können jedoch versuchen, mit einer PRP-Behandlung dem Haarverlust entgegenzuwirken. In einer Zentrifuge aus Eigenblut gewonnenes plättchenreiches Blutplasma wird Ihnen mit feinen Nadeln an die Haarfollikel gespritzt. Die Haarfollikel können zur Bildung neuer Haare angeregt werden. Sie sollten jedoch mit dem Arzt sprechen, bevor Sie sich für eine solche Behandlung entscheiden.

Eine Möglichkeit, einen Haarausfall durch Alendronsäure zu kaschieren, ist eine Haarpigmentierung. Pigmente in der Farbe Ihrer Haare werden in die Kopfhaut gebracht und können nachwachsende Haare simulieren. Ihre Haare können wieder voller wirken.

Fazit: Alendronsäure als Medikament gegen Osteoporose kann Haarausfall verursachen


Ein Haarausfall durch Alendronsäure ist eine Nebenwirkung, die bei der Behandlung von Osteoporose mit Alendronsäure auftreten kann. Er tritt zumeist auf, wenn das Medikament täglich mit einer Wirkstoffkonzentration von 10 Milligramm eingenommen wird. Er macht sich diffus auf dem gesamten Kopf bemerkbar.

Um einen Haarverlust zu verhindern, kann auf die Einnahme einmal wöchentlich mit einer Wirkstoffkonzentration von 70 Milligramm umgestiegen werden. Sind die Haarfollikel noch intakt, können die Haare bei einem Wechsel zu einem anderen Medikament wieder nachwachsen.
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