Bluttest bei Haarausfall

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Haarausfall kann viele Ursachen haben und in verschiedenen Formen auftreten. Am häufigsten ist ein erblich bedingter Haarverlust, der sich mit Glatze am Oberkopf, Stirnglatze und Geheimratsecken bemerkbar macht. Bei diesem Haarverlust ist schon am Erscheinungsbild erkennbar, welche Ursache vorliegt.

Die Ursache ist jedoch nicht immer eindeutig erkennbar. Fallen die Haare auf dem gesamten Kopf gleichmäßig aus oder bilden sich kleine kahle Stellen auf dem Kopf, kann das ein Alarmsignal sein. Eine Krankheit kann die Ursache sein. Klarheit bringt der Bluttest bei Haarausfall. Anhand der Blutwerte können verschiedene Erkrankungen festgestellt werden. Um den Haarverlust zu behandeln, muss die Grunderkrankung als Ursache behandelt werden.

Warum ist ein Bluttest bei Haarausfall sinnvoll?


Bei verschiedenen Formen von Haarverlust, wie dem kreisrunden, dem diffusen oder dem vernarbenden Haarausfall, ist die Ursache nicht immer klar erkennbar. Konsultieren Sie einen Dermatologen, wird er zuerst ein Anamnesegespräch mit Ihnen führen und Sie zu familiärer Häufung von Haarverlust, bekannten Erkrankungen, Einnahme von Medikamenten und Ihren Lebens- sowie Ernährungsgewohnheiten befragen. Er kann dabei bereits Rückschlüsse auf die Ursache des Haarausfalls ziehen.

Er schaut sich auch Ihre Haare und Ihre Kopfhaut an, um festzustellen, ob Sie unter einer Hautkrankheit leiden. Dennoch kann der Dermatologe die Ursache nicht immer eindeutig feststellen. Er führt einen Bluttest durch, um festzustellen, ob eine ernsthafte Erkrankung wie Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt oder ob Sie unter einem Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen leiden. Der Bluttest ist daher ein wichtiges Instrument zur Diagnose.

Was kann der Arzt mit einem Bluttest feststellen?


Ein Bluttest liefert wichtige Rückschlüsse über die Ursache Ihres Haarausfalls. Abhängig von der Art Ihres Haarverlusts und Ihren Angaben im Anamnesegespräch kann der Arzt ein kleines oder ein großes Blutbild anordnen. Ein kleines Blutbild informiert bereits über

  •  rote Blutkörperchen (Erythrozyten)

  •  weiße Blutkörperchen (Leukozyten)

  •  Blutplättchen (Thrombozyten)

  •  roten Blutfarbstoff (Hämoglobin)


Mit einem kleinen Blutbild kann der Arzt bereits erkennen, ob Sie unter Blutarmut, einer Infektion, einer Entzündung oder Blutkrebs leiden. Diese Erkrankungen können mitunter zu Haarausfall führen. Kann der Arzt die Ursache für Ihr Problem noch nicht erkennen, kann er den Bluttest bei Haarausfall in Form eines großen Blutbilds anordnen.
Das große Blutbild enthält zusätzlich zum kleinen Blutbild ein Differentialblutbild. Das Differentialblutbild geht ins Detail und untersucht verschiedene Blutwerte noch genauer. Der Arzt bekommt Auskunft über

  •  Sauerstoffsättigung des Blutes

  •  Erkrankungen der Schilddrüse

  •  Autoimmunerkrankungen

  •  Diabetes mellitus

  •  hormonelle Veränderungen

  •  Eisenkonzentration

  •  Mangel an verschiedenen anderen Mineralstoffen, beispielsweise Zink

  •  Mangel an Vitaminen.


Mitunter ist eine entzündliche Erkrankung die Ursache für den Haarverlust. Der Bluttest bei Haarausfall informiert über solche Entzündungen.

Wie wichtig ist der Bluttest als Grundlage für die Behandlung?


Zahlreiche Erkrankungen, hormonelle Störungen und Mangelerscheinungen können mit einem Bluttest diagnostiziert werden. Liegen solche Erkrankungen oder Mangelerscheinungen als Ursache für den Haarausfall vor, muss nicht der Haarverlust selbst, sondern die Ursache behandelt werden. Die Behandlung von Erkrankungen, beispielsweise Schilddrüsenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder Diabetes mellitus, erfolgt zumeist medikamentös. Hormonelle Störungen werden zumeist mit Hormongaben behandelt.

Liegt eine Mangelerscheinung als Ursache für den Haarverlust vor, kann das an einer ungesunden Ernährung, einer Diät, aber auch an einer Stoffwechselerkrankung liegen. Häufig reicht schon der Übergang zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung aus, um den Haarverlust zu behandeln. Bei Unverträglichkeiten verschiedener Lebensmittel können auch Nahrungsergänzungsmittel verordnet werden.

Können weitere Untersuchungen erforderlich werden?


Bei verschiedenen Formen von Haarverlust wie dem kreisrunden oder vernarbenden Haarausfall bringt der Bluttest nicht immer die endgültige Gewissheit. Zusätzlich zum Bluttest bei Haarausfall können weitere Untersuchungen erforderlich sein. Der Arzt kann beispielsweise ein Trichogramm oder einen Trichoscan anfertigen, um Informationen zu den Wachstumsphasen zu erhalten.

Auch eine Biopsie der Kopfhaut kann mitunter notwendig werden, wenn die Ursache des Haarausfalls nicht eindeutig ermittelt werden kann. Hat der Bluttest schon Informationen über eine Erkrankung geliefert, können weitere Untersuchungen erfolgen. Mit Ultraschall-Untersuchungen, Röntgenuntersuchungen oder einer Computertomographie kann die Diagnose erhärtet werden, um die entsprechende Behandlung vorzunehmen.

Verschiedene Erkrankungen können erst bei einem Bluttest festgestellt werden. Es handelt sich dabei oft um einen Zufallsbefund. Mit einem solchen Zufallsbefund können verschiedene schwerwiegende Erkrankungen frühzeitig behandelt werden. Der Bluttest bei Haarausfall kann helfen, schlimme Folgen von Erkrankungen zu vermeiden.

Können die Haare wieder nachwachsen?


Wird die Grunderkrankung oder die Mangelerscheinung behandelt, können die Haare mitunter wieder nachwachsen. Das ist vor allem bei einem diffusen Haarverlust möglich, wenn die Ursache nicht mehr vorliegt. Die Haarfollikel können sich wieder erholen und neue Haare hervorbringen.

Auch bei einem kreisrunden Haarverlust wachsen die Haare mitunter wieder nach. Bei einem vernarbenden Haarausfall wachsen die Haare an den Stellen, an denen sich bereits Narben gebildet haben, nicht mehr nach.

Fazit: Bluttest ist wichtige Grundlage für die Behandlung


Der Bluttest bei Haarausfall liefert wichtige Erkenntnisse über hormonelle Störungen, Mangelerscheinungen oder schwerwiegende Erkrankungen. Er ist dann wichtig, wenn die Ursache des Haarausfalls nicht ermittelt werden kann. Die anhand des Bluttests festgestellte Ursache wird behandelt.

Das ist medikamentös, hormonell oder mit einer Ernährungsumstellung möglich. Abhängig von der Ursache und von der Art des Haarausfalls können die Haare nach einer erfolgreichen Behandlung wieder nachwachsen.
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