Beim Haarausfall durch Essstörung zuerst die Ursache behandeln

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Haarausfall durch eine Essstörung ist ein Symptom, das bei Erkrankungen wie Bulimie, Magersucht und Binge Eating relativ häufig auftritt. Es handelt sich hierbei um ein Anzeichen, dass der Körper nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt wird. Darum gilt es, schnell zu agieren. Um das Leiden dauerhaft einzudämmen, gilt es, zuerst die Ursache zu therapieren. Nur auf diese Weise lässt sich eine dauerhafte Lösung für das Problem finden. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Arten der Essstörung es gibt und warum sie zu Haarverlust führen.

Wie entsteht ein Haarausfall durch Essstörung?


Beim Haarausfall handelt es sich bei Essstörungen um eine relativ häufige Begleiterscheinung. Denn bei einer solchen Erkrankung wird der Körper nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt. Oft nehmen Betroffene auch ungesunde Speisen in großen Mengen zu sich. Auch dies ist auf lange Sicht mit negativen Auswirkungen auf den gesamten Organismus verbunden.

Führen Sie Ihrem Körper nicht ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu, schaltet dieser auf Notbetrieb um. Konkret heißt das, dass er nur mehr die überlebenswichtigen Organe mit Energie versorgt. Die Haare fallen nicht in diese Kategorie. Wird die Energiezufuhr dort gedrosselt, verkürzt sich die Wachstumsphase. Auch kommt es dadurch auf lange Sicht zum Verkümmern der Haarwurzeln. Das Kopfhaar fällt Ihnen also vermehrt aus.

Um den Haarausfall durch eine Essstörung einzudämmen, kommen Sie nicht daran vorbei, das Grundleiden zu behandeln. Begeben Sie sich in diesem Fall zeitnah in Therapie.

Wodurch sind Störungen im Essverhalten gekennzeichnet?


Es gibt verschiedene Arten von Essstörungen. Sie manifestieren sich in der Regel schleichend. Hegen Sie also den Verdacht, dass Sie eine ungesunde Beziehung in Bezug auf die Nahrungsaufnahme haben, sollten Sie sich mit einem Arzt in Verbindung setzen. Folgende Krankheiten treten häufig auf:

  •  Bulimie:


Hierbei handelt es sich um eine der häufigsten Essstörungen. Es ist derzeit davon auszugehen, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist. Es leiden zehn Prozent der Frauen zwischen dem 15. und dem 30. Lebensjahr an dieser Erkrankung. Männer machen mit insgesamt unter zehn Prozent nur einen kleinen Teil der Betroffenen aus.

Kennzeichnend für das Leiden sind Essanfälle, wobei danach oft selbstinduziertes Erbrechen herbeigeführt wird. Auch der Missbrauch von Entwässerungstabletten und Abführmitteln erfolgt häufig. Doch jene Verhaltensweisen finden im Geheimen statt, sodass für Außenstehende nicht zu erkennen ist, ob jemand an Bulimie leidet. In Bezug auf ihr Körpergewicht sind die Betroffenen unauffällig.

Die Essstörung wirkt sich nicht nur auf die Haare, sondern auch auf den gesamten Gesundheitszustand negativ aus. Im schlimmsten Fall führt das Leiden zu Herz- und Nierenschäden.

  •  Magersucht:


Von einer Magersucht wird dann gesprochen, wenn die betroffene Person mit Absicht starkes Untergewicht herbeiführt. Ebendieses liegt in der Regel mehr als 15 Prozent unter dem Notmalgewicht. Die Nahrungsaufnahme erfolgt streng kontrolliert oder wird möglichst vermieden. Die Gedanken kreisen zudem ständig um die Kalorien und das Essen.

Zu 90 Prozent erkranken Mädchen und Frauen an Magersucht. Betroffene sind oftmals leistungsorientiert und angepasst. Über die Beschäftigung mit der Esskontrolle unterdrücken die Menschen unangenehme Gefühle wie Wut und Trauer. Auf lange Sicht hat die Erkrankung erhebliche Mangelerscheinungen zu Folge. Es kommt dadurch auch zum starken Haarausfall durch die Essstörung.

  •  Esssucht:


Leidet ein Mensch unter Esssucht, nimmt er regelmäßig zu viele Kalorien zu sich. In diesem Fall ist ein Hungergefühl nicht vorhanden - die Nahrungsaufnahme dient auch hier als Ersatz für vernachlässigte Gefühle. Das Essen dient hier also der Bedürfnisbefriedigung.

Betroffene leiden oft unter starkem Übergewicht, wobei sie aber vor allem auf ungesunde - also besonders zucker- oder fetthaltige Speisen - setzen. Daher kann es auf lange Sicht auch dabei zu Haarausfall durch die Essstörung kommen.

  •  Binge Eating:


Hierbei handelt es sich um ein Leiden, das durch Essattacken und anschließenden, strengen Diäten gekennzeichnet ist. Dadurch wird der Körper auf Dauer stark belastet. Bluthochdruck, Diabetes, Haarausfall und Herzerkrankungen können die Folge sein.

Auch hier dient das Essen in erster Linie dazu, mit unangenehmen Gefühlen umzugehen.

Eine zeitnahe Therapie ist wichtig


Hegen Sie den Verdacht, dass Sie unter einer Essstörung und Haarausfall leiden, sollten Sie sich in Behandlung begeben. Es bringt in diesem Fall nur wenig, ausschließlich den Haarverlust zu therapieren. Sie müssen auch das Grundleiden in den Griff kriegen.

So stellen Sie Ihre Gesundheit wieder her und wirken unangenehmen Spätfolgen entgegen. Lassen Sie sich von einem Arzt in Bezug auf Ihre Möglichkeiten beraten.

Denn normalisiert sich Ihre Essverhalten, wachsen Ihnen oft die Haare wieder nach. Ist das bei Ihnen nicht der Fall, müssen Sie mitunter eine Operation in Erwägung ziehen.

Ist eine Haartransplantation möglich?


Von eine Eigenhaarverpflanzung profitieren Sie, wenn sich nach dem Haarausfall durch die Essstörung kahle Stellen auf dem Kopf bilden. Wachsen die Haare nicht mehr nach, können Sie jene Bereiche durch die Haartransplantation auffüllen.

Damit der Eingriff erfolgreich ist, müssen Sie sich zum Zeitpunkt der Operation in einer guten körperlichen Verfassung befinden. Konkret heißt das, dass Sie die Essstörung im Griff haben sollten. Ansonsten kann es nach der Transplantation zu einem erneuten Ausfall des Kopfhaars kommen.

Bei einem gestörten Essverhalten ist in erster Linie ein Psychologe zu kontaktieren.

Fazit - das Leiden ist behandelbar


Haarausfall, der durch eine Essstörung verursacht wird, lässt sich heute durchaus in den Griff kriegen. Dies gilt vor allem dann, wenn er noch nicht weit fortgeschritten ist. In diesem Fall sind die Haarwurzeln oftmals noch intakt, sodass das Kopfhaar wieder nachwächst, sobald Sie sich ausgewogen und gesund ernähren.

Dafür ist es aber notwendig, zuerst das Grundleiden zu behandeln. Dies gilt übrigens auch dann, wenn Sie eine Haartransplantation in Erwägung ziehen. Ansonsten kommt es nach einiger Zeit zu einem erneuten Haarverlust.
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